Leben mit chronisch-entzündlichem Rheuma

Chronisch-entzündliche Rheumaerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis oder Morbus Bechterew betreffen in Österreich tausende Menschen. Eine aktuelle Patient:innenumfrage* mit 316 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich macht deutlich, welche Belastungen mit der Erkrankung verbunden sind, wie lange der Weg bis zur Diagnose dauern kann und welche Erwartungen Betroffene an ihre Behandlung haben.

Hohe Krankheitslast im Alltag

Fast die Hälfte der Befragten gab an, sich durch die Erkrankung stark belastet zu fühlen. Schmerzen stellen dabei das am häufigsten genannte Symptom dar, gefolgt von eingeschränkter Beweglichkeit. Nahezu alle Teilnehmer:innen berichteten in den letzten vier Wochen über Gelenkschmerzen, rund jede:r Zweite zusätzlich über Müdigkeit, Erschöpfung, Morgensteifigkeit oder Rückenschmerzen. Die Lebensqualität ist dadurch spürbar eingeschränkt.

Symptome, die den Alltag am meisten beeinträchtigen

Schmerzen
38%
Einschränkungen der Bewegung / eingeschränkte Beweglichkeit
31%
Einschränkung der Aktivität im Alltag
21%
Schlafstörungen
9%

96 % der Befragten hatten in den letzten 4 Wochen Gelenkschmerzen.

Jeder zweite Befragte hat im letzten Monat sehr oder häufig unter Müdigkeit/Erschöpfung, Bewegungseinschränkungen, Rückenschmerzen oder anderen Gelenkschmerzen gelitten.

Einschränkungen im Berufsleben

Die Ergebnisse zeigen auch erhebliche Auswirkungen auf die berufliche Situation. Rund drei von zehn Betroffenen gaben an, ihre Leistungsfähigkeit sei deutlich vermindert. Im Durchschnitt führt die Erkrankung zu 27 Krankenstandstagen pro Jahr, bei schwereren Verläufen steigt die Zahl auf bis zu 40 Tage.

Auswirkung auf Berufsleben / Ausbildung

Aufgrund meiner rheumatischen Erkrankung ...

ist meine Leistungsfähigkeit vermindert.
31%
arbeite ich weniger Stunden.
13%
muss/musste ich jedes Jahr in Krankenstand gehen / fehle ich oft in der Schule.
11%
befürchte ich, dass ich auch meinen Job verlieren kann.
10%
ist mein berufliches Vorankommen sehr eingeschränkt.
10%
bin ich arbeitsunfähig.
7%
habe ich eine weniger anspruchsvolle Stelle angenommen.
7%
bin ich kaum oder gar nicht eingeschränkt und kann meinem Beruf nachgehen.
22%

Lange Wege bis zur Diagnose

Ein zentrales Ergebnis ist die lange Zeitspanne zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Diagnose. Im Schnitt vergehen vier Jahre, bis eine rheumatische Erkrankung erkannt wird. Je nach Erkrankung – Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis oder nr-axSpA – kann es unterschiedlich lange dauern, in einigen Fällen sogar über 10 Jahre.
Die Mehrheit der Betroffenen sucht zunächst den Hausarzt auf, doch nur ein Teil wird innerhalb kurzer Zeit an Fachärzt:innen überwiesen.

Dauer bis zur Diagnose

Im Schnitt liegen rund 4 Jahre zwischen dem Auftreten der Symptome und der Diagnose

1–2 Jahre
Rheumatoide Arthritis (RA)
3–5 Jahre
Psoriasis-Arthritis (PsA)
3–5 Jahre
Ankylosierende Spondylitis (AS, Morbus Bechterew)
9–11 Jahre
Nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA)

Ärztliche Betreuung

Beim Auftreten der ersten Symptome wird meistens der Hausarzt aufgesucht (62 %). Gut ein Fünftel der Befragten wurde bereits nach wenigen Wochen vom Hausarzt zum Facharzt überwiesen, knapp die Hälfte (47 %) innerhalb eines Jahres.

Ärzt:innen, welche die rheumatische Erkrankung hauptsächlich betreuen:

Hausarzt/Hausärztin, PVE
35%
Rheumatolog:innen
45%
Ambulanz/-zentrum
22%
Orthopäd:innen*
6%
Hautärzt:innen
4%
Internist:innen*
4%

*in Ordination

Erwartungen an die Therapie

Ein Großteil der Patient:innen wünscht sich eine Auswahl an Therapiemöglichkeiten. 84 Prozent würden jede Behandlung ausprobieren, die ihre Lebensqualität verbessert. Rund 70 Prozent haben bereits aktiv über Behandlungsziele mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gesprochen, insbesondere über die Linderung von Beschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität.

Erörterte Behandlungsziele

Verbesserung der Beschwerden (z. B. Schmerzen, Steifigkeit, Erschöpfung …)
68%
88%
Generell eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen
64%
76%
Eine langfristige Wirksamkeit der Therapie
55%
70%
Symptomfreiheit und Krankheitsstillstand (Remission) zu erreichen
48%
78%
Stoppen der Gelenkzerstörung
44%
66%
Eine schnelle Verbesserung zu erzielen
34%
36%
Weniger bzw. gar kein(e) Kortison/Kortikoide/Kortikosteroide mehr zu brauchen
27%
32%

Türkis: Alle Befragten | Orange: Befragte der Patientenorganisation

Rolle der Patientenorganisationen

Die Befragung zeigt auch, dass Patientenorganisationen eine wichtige Funktion erfüllen. Sie tragen wesentlich dazu bei, die Gesundheitskompetenz zu stärken, Betroffene zu vernetzen und sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Versorgung und zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit chronisch-entzündlichem Rheuma.

*Das BioPharma-Unternehmen AbbVie führte in Kooperation mit der Österreichischen Rheumaliga und dem Marktforschungsinstitut Integral zwischen Jänner und Februar 2025 eine österreichweite Umfrage durch. Die Teilnahme an der Umfrage war anonym und kostenlos. Es beteiligten sich 316 Erwachsene aus ganz Österreich, die an Rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Ankylosierender Spondylitis (AS, Morbus Bechterew) und nicht röntgenologischer axialen Spondyloarthritis leiden.

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