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Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Die Ankylosierende Spondylitis (AS), besser bekannt unter dem Namen Morbus Bechterew, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und zählt hierzulande zu den häufigen rheumatischen Erkrankungen. Alleine in Österreich sind 0,5 % der Bevölkerung betroffen. Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen. Die Erkrankung tritt zumeist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Normalerweise erkennt und bekämpft das Immunsystem Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Bei Morbus Bechterew richtet sich die körpereigene Abwehr jedoch gegen Knochen- und Knorpelgewebe und lässt dadurch im Bereich der Wirbelsäule dauerhafte Entzündungen entstehen. Die Folge: Starke Rückenschmerzen, vor allem im unteren Teil der Wirbelsäule.

Fragen zur Ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew)

Wie erkenne ich Morbus Bechterew?

Betroffene haben meist Rückenschmerzen im unteren Teil der Wirbelsäule, die bis ins Gesäß oder zu den Oberschenkel ausstrahlen können. Auch Schmerzen an der Halswirbelsäule können erste Anzeichen für Morbus Bechterew sein. Typisch dabei ist der schleichende Beginn. Anders als beim sogenannten Hexenschuss nimmt der Schmerz kontinuierlich zu, meist über mehrere Monate hinweg. Charakteristisch für AS ist der starke Schmerz während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn der Körper ruht. Als Folgeerscheinung der dauerhaften Entzündung kann Morbus Bechterew auch mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl verbunden sein. Begleiterscheinungen wie andauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust kennzeichnen eine mögliche Erkrankung. Wie auch bei anderen rheumatischen Krankheiten tritt eine ankylosierende Spondylitis in Schüben auf: Auf akute Krankheitsphasen folgen immer wieder Phasen, in denen die Entzündung abnimmt und die Beschwerden besser werden.

Wie entsteht Morbus Bechterew?

Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule richtet sich die körpereigene Abwehr gegen Knochen- und Knorpelgewebe. Dadurch kommt es zu Entzündungen an der gesamten Wirbelsäule sowie am Kreuzbein-Darmbein-Gelenk. Typisch sind daher tiefsitzende Rückenschmerzen über mehr als drei Monate sowie eine Steifigkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule. Auch andere Gelenke und Organe (z.B. Darm, Augen oder Haut) können betroffen sein. Bei Morbus Bechterew führt der entzündliche Rückenschmerz zu knöchernen Veränderungen an der Wirbelsäule bei den Betroffenen, die am Röntgenbild ablesbar sind.

Wie wirkt sich Morbus Bechterew auf mein Leben aus?

Auch Morbus Bechterew ist eine chronische Erkrankung. Das bedeutet, dass die Krankheit ein lebenslanger Begleiter von Betroffenen ist. Neben der medikamentösen Therapie spielen vor allem Sport und Bewegung eine besondere Rolle, da sie gegen die Bewegungseinschränkungen wirken. Aber auch Ernährung, Physio- sowie Ergotherapie sind zentrale Säulen jeder Therapie, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität zu steigern. Besonders wichtig: ein ergonomischer Arbeitsplatz!

Das sagt der Experte
über Ankylosierende Spondylitis

Doz. Dr. Johannes Grisar, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie

Unser Tipp

Nicht nur der Austausch mit Familie, Freunden oder Bekannten wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus. Auch der Kontakt zu anderen Betroffen über Selbsthilfegruppen oder Patientenorganisationen ist wichtig! Hier gehts zur #Rheumunity.